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Die Wirkung würziger Geschmacksempfindungen auf die Sortensuche

Katina Kulow, PhD M. Sayantani T. Kramer
Psychologie und Marketing. Juli 5, 2017

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34 (August), 786-94.

Abstrakt

Können würzige Geschmacksempfindungen das Streben nach Abwechslung bei nachfolgenden Entscheidungen ohne Bezug erhöhen - und wenn ja, wie? Die vorliegende Forschung untersucht diese Fragen. Ausgehend von der Metapher „Vielfalt ist das Gewürz des Lebens“ und basierend auf der Erforschung von Metaphern und verkörperter Kognition schlagen die Autoren vor, dass würzige Geschmacksempfindungen den Wunsch nach Interessantem wecken können, der zu einer größeren Vielfalt bei nachfolgenden Entscheidungen führt, die nichts miteinander zu tun haben. Insbesondere zeigt die erste Studie, dass das Schmecken von würzigen im Vergleich zu milden Kartoffelchips zu einer stärkeren Sortensuche in Schokoriegeln führt - jedoch nur dann, wenn zwischen dem Geschmackserlebnis und der Aufgabe der Sortensuche eine Zeitverzögerung liegt, die auf einen zugrunde liegenden Motivationsprozess hindeutet. Darüber hinaus verstärkt sich die Wirkung würziger Geschmacksempfindungen auf die Sortensuche mit zunehmender Zeitverzögerung, was mit einem Motivationsbericht vereinbar ist. Die zweite Studie liefert Belege für eine metaphorische Erklärung des Effekts, indem sie zeigt, dass es zwar keinen Unterschied in der Sortensuche zwischen Verbrauchern gibt, die eine würzige Süßigkeit probiert haben, und solchen, die lediglich mit der Metapher „Sorte ist das Gewürz des Lebens“ grundiert wurden. Die Sortensuche ist bei Verbrauchern, die eine milde Süßigkeit probiert haben, geringer. Diese Studie schließt auch geschmacksbezogene Faktoren als alternative Erklärung aus.

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