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Insiderhandel und Anlagehorizonte der Aktionäre

Zeitschrift für Unternehmensfinanzierung. Februar 3, 2020

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Abstrakt

In diesem Artikel werden die Auswirkungen des Anlagehorizonts von Aktionären auf den Insiderhandel untersucht. Wir stellen fest, dass Insider mit geringerer Wahrscheinlichkeit mit privaten Informationen handeln und die Rentabilität von Insidergeschäften geringer ist, wenn der Anlagehorizont der Aktionäre länger ist. Wir untersuchen ferner zwei Kanäle, über die Aktionäre mit längerem Anlagehorizont den Insiderhandel behindern können: direkte Überwachung und ein besseres Informationsumfeld. In Übereinstimmung mit dem direkten Überwachungskanal zeigen wir, dass Insider in Unternehmen mit längerem Anlagehorizont der Anteilseigner mit größerer Wahrscheinlichkeit den Handel vom Monat unmittelbar vor den Gewinnmeldungen auf den Monat unmittelbar nach den Gewinnmeldungen verlagern. Darüber hinaus sind die Auswirkungen von Anlagehorizonten bei Unternehmen mit höherem Ex-ante-Prozessrisiko und geringerer Corporate-Governance-Qualität, die nicht Ziel von Hedge-Fonds-Aktivisten sind, stärker. In Übereinstimmung mit dem Informationsumfeldkanal zeigen wir, dass längere Anlagehorizonte von Aktionären die Häufigkeit der Offenlegung von Informationen erhöhen und Insider in Unternehmen mit längeren Anlagehorizonten von Aktionären eher isoliert als in Abfolgen handeln.

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