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Staatsstreiche, Regimewechsel und institutionelle Konsequenzen

Zeitschrift für Vergleichende Ökonomie. Oktober 27, 2020

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Abstrakt

Staatsstreiche und Regimewechsel sind Ereignisse, die typischerweise den grundlegenden institutionellen Rahmen eines Landes verändern sollen. Welche spezifischen Institutionen sich ändern und welche Konsequenzen diese Änderungen haben, ist jedoch weitgehend unbekannt. Änderungen nach einem Staatsstreich oder Übergang implizieren, dass irgendeine Form von politischer oder juristischer Barriere errichtet oder beseitigt wurde. Wir konzentrieren uns daher darauf, was mit der Qualität der Justizinstitutionen und der politischen Korruption im Zusammenhang mit Putschversuchen und anderen Arten von Regimewechseln geschieht. Wir nehmen an, dass Staatsstreiche, die von Mitgliedern der amtierenden politischen Elite durchgeführt werden, wahrscheinlich Hindernisse für Veränderungen beseitigen, während Staatsstreiche außerhalb der herrschenden Elite eher das Gegenteil tun und sich so vor den Überresten der Elite in der Elite schützen politisches System. Unter Verwendung des neuen Bjørnskov-Rode-Putschdatensatzes legen unsere Ergebnisse nahe, dass erfolgreiche Putschversuche mit einer Verschlechterung der Institutionen verbunden sind, wobei insbesondere erfolgreiche Militärputsche einen signifikanten negativen Effekt haben. Die Ergebnisse für zivile Staatsstreiche sind vielfältiger, wobei wir Hinweise auf Unterschiede finden, je nachdem, ob die Staatsstreichmacher Teil einer politischen Elite sind oder nicht. Wir untersuchen auch, ob das amtierende Regime die Auswirkungen von Putschversuchen auf den institutionellen Wandel beeinflusst.

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